Kritik am undifferenzierten WAZ Artikel

Liebe Freunde,

wie ihr mitbekommen habt, hat ein Artikel der WAZ mit falschen Informationen über den Umgang mit dem Gebetsraum an unserer Uni für Verwirrung und Ängste gesorgt.

Im folgenden die Pressemitteilung unseres AStA dazu und unsere Antwort an die WAZ, die heute in einer E-Mail eine Stellungnahme von uns forderte.

AStA kritisiert WAZ-Artikel

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

mit großem Bedauern haben wir Ihre Berichterstattung zum Thema Gebetsraum an der Universität Essen wahrgenommen. Wir wissen, dass verschiedene Universitäten gezielt von JournalistInnen nach dem -sehr speziellen und Ausnahmefall Dortmund- kontaktiert wurden, mit dem Ziel zu erfahren, wie es vor Ort mit dem eigenen Gebetsraum ausschaut. Die muslimische Studierendenschaft in Dortmund ist ihrer Linie des Dialogs gefolgt; die Universität ist offen für die Bedürfnisse nach einem Ort der Ruhe und der Einkehr: http://www.tu-dortmund.de/uni/Uni/aktuelles/meldungen/2016-02/16-02-12_raum/Antwort_Rektorat_160212.pdf.

Das Verhältnis zwischen den muslimischen Studierenden an der Universität Duisburg-Essen und der Universitätsleitung ist ein vertrauensvolles und sehr positives. Schon oft wurde erfolgreich zusammengearbeitet. So auch in der von Ihnen erwähnten „Comik-Plakat“ Angelegenheit. Dieser Einzelfall einer Einzelperson wurde konstruktiv gelöst. Es wurde eine Fachtagung organisiert und der allgemeine Studierendenausschuss (AStA) hat auch mit unseren Stimmen das Duisburger “Institut für Sprach- und Sozialforschung zu gesellschaftlichen Entwicklungen im In- und Ausland” für eine Expertise beauftragt zum Thema ‘„What Institutions can do. Analyse der medialen Eskalation anlässlich der Ausstellung „What Comics can do“‘. Weder wir, noch die Universität hat sich von Scharfmachern jeglicher Couleur irritieren lassen. In einem vertrauten und weniger emotionsbeladenen Rahmen, den wir aus der Universität gewohnt sind, konnten wir jedes Thema konstruktiv bearbeiten.

Die Uni Essen war gar nicht darauf aus, die Information bzgl. der Schließung zu streuen und schon gar nicht in einen bedauerlicherweise medial aufgebauschten aktuellen frauenfeindlichen Diskurs zu speisen. Wir sind enttäuscht darüber, dass die Uni Essen in so ein Dilemma gebracht wurde. Wir können uns indes nicht des Eindrucks verwehren, dass dies seitens manchem Fragesteller bewusst geschah.

Uns fällt es schwer, Vertrauen zu fassen nach so einer dramatisierenden Berichterstattung. Der AStA, wohlgemerkt die Studierendenvertretung, hat Ihre Berichterstattung, scharf kritisiert. Die Universitätsleitung hat sich von den Inhalten Ihres Berichtes sogar distanziert.

Wir hoffen, dass wir ggf. mit einer/m weniger voreingenommenen Redakteur_in einen Neuanfang starten können. Wir sind jederzeit bereit für einen ehrlichen, ergebnisorientierten und konstruktiven Dialog. Eine gesonderte Stellungname zur Gebetsraum-Thematik wird von unserer Seite folgen.

Mit freundlichen Grüßen,
Islamischer Studierendenbund Essen

 

 

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